Verbot von Plastikt├╝ten

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Verbot von Plastikt├╝ten

Was so harmlos ausschaut und absolutes Lifestyle-Feeling verbreitet, ist aber dennoch ein gro├čer, gut getarnter Umwelts├╝nder. Dennoch scheint bei der breiten ├ľffentlichkeit noch nicht angekommen zu sein, dass Plastikt├╝ten sozusagen unsere Welt ersticken. Daher l├Ąuft augenblicklich auch ├╝ber das Projekt Umdenken (www.projekt-umdenken.de) eine Petition an das Bundesministerium f├╝r Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin (http://www.bmu.de), in der ein Verbot von Plastikt├╝ten f├╝r ganz Deutschland ab 2014 gefordert wird.

Was ist an Plastikt├╝ten ├Âkologisch so kritisch zu betrachten?

In nahezu jedem Kaufhaus, Supermarkt oder Gesch├Ąft gibt es die Gratisplastikt├╝ten oder die kaufbaren Kunststofftragetaschen, die letztendlich bei dem Gro├čteil der Verbraucher zu einem Einweg-Produkt werden. Ein durchschnittlicher Verbraucher in der Europ├Ąischen Union (EU) benutzt unglaubliche 500 Plastikt├╝ten pro Jahr. Dadurch entstehen Unmengen an vermeidbarem und schwer abbaubaren Plastikm├╝ll. Die st├Ąndige Plastikm├╝llzunahme bedroht unser Umwelt, insbesondere die Weltmeere und ihrer artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Meeresbewohner ersticken oftmals ÔÇô im wahrsten Sinne des Wortes ÔÇô an den gewaltigen Mengen an Plastikm├╝ll, der sich schon heute in den Weltmeeren befindet.

Hinzu kommt, dass der Kunststoff der Plastikt├╝ten ein sehr langlebiges Material ist. Ein Zersetzungsprozess kann, je nach der verwendeten Kunststoffart, zwischen 100 und unvorstellbaren 500 Jahren dauern. In jedem Fall l├Ąnger als ein gew├Âhnliches Menschenleben. Oder einfach gesagt: Deine Plastikt├╝te ÔÇ×lebtÔÇť in jedem Fall l├Ąnger als Du! Die klassischen Einweg-Plastikt├╝ten bestehen zudem aus Rohstoffen, die auf Erd├Âl basieren. Der Einsatz von Erd├Âl in Produkten des t├Ąglichen Bedarfs ist grunds├Ątzlich als ├Âkologisch kritisch zu betrachten, da die Ressourcen an Erd├Âl begrenzt sind.

Sinnvoller Umgang mit vorhandenen T├╝ten und gute Alternativen

Im Schnitt wird in der EU eine Plastikt├╝te gerade mal nur 23 Minuten lang genutzt. Kein Wunder, dass ein┬áVerbot von Plastikt├╝ten gefordert wird. Vielleicht hast Du zu Hause auch von den letzten Eink├Ąufen ein paar Plastikt├╝ten rumliegen? Wenn Du bereits vorhandene Plastikt├╝ten f├╝r weitere Eink├Ąufe oder zum Einpacken von unterschiedlichsten Dingen auf Reisen solange nutzt, bis sie unansehnlich sind, kannst Du schon mal einen guten Beitrag f├╝r die Umwelt leisten. Und bevor Du sie endg├╝ltig wegwerfen w├╝rdest, sind sie noch eine gute M├╝llt├╝te f├╝r Deinen Restm├╝ll im Haushalt. Ansonsten sind Mehrweg-Stofftaschen, Dein Rucksack oder Deine Tasche die bessere Alternative zum Einkaufen.

Es gibt bereits auch Tragetaschen aus kompostierbaren Materialien oder strapazierf├Ąhigem Papier, die aber bisher nur ein sehr kleiner Anteil von Gesch├Ąften einsetzt. Tragetaschen aus Baumwolle, Leinen, Recyclingpapier oder Hanf w├╝rden einen gro├čen Beitrag zum Umweltschutz bieten.

Am besten: Plastik, kommt erst gar nicht in die T├╝te!