Flüchtlingskrise im Libanon: Tom Wlaschiha ist unterwegs

Flüchtlingskrise im Libanon

Libanon: Ein Land leistet Übermenschliches

Ganz Deutschland diskutiert, ob wir zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen können und wie dies funktionieren soll, obwohl nur fünf Prozent der Flüchtlinge aus Syrien tatsächlich versuchen, nach Europa zu kommen. Der Libanon hingegen hat schlicht und humanitär reagiert: Ein Land mit vier Millionen Einwohnern hat eine Million meist syrischer Kriegsflüchtlinge aufgenommen und versucht, diesen zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.

Eine Aufgabe, die unmöglich alleine zu bewerkstelligen ist: Es wäre so, als müsste Deutschland 20 Millionen Flüchtlinge aufnehmen und versorgen. Im hier gezeigten Video spricht Tom Wlashschika mit Flüchtlingen und zeigt ihre traurigen Schicksale und ihren Alltag in Lagern unterhalb jeder Hoffnung auf die Zukunft.

Im hier gezeigten Video könnt Ihr einen Beitrag zur Lage im Libanon und zur Lage der Flüchtlinge vor Ort mit Tom Wlaschiha ansehen, den mancher LeserIN aus meinen anderen Artikeln vielleicht schon kennen.

Aufnahmeländer stabilisieren

Um die Flüchtlingskrise nicht nur in Deutschland sondern in der gesamten Region zwischen dem Nahen Osten und Europa in den Griff zu bekommen, müssen die Aufnahmeländer stabilisiert werden, was bedeutet, dass es personeller und auch finanzieller Hilfe bedarf. Libanon und auch andere Länder der Umgebung sind keineswegs reich; Verteilungskämpfe werden ausbrechen, falls nicht sowohl die Flüchtlinge als auch die einheimische Bevölkerung ausreichende Hilfe bekommen.

Praktische Hilfe

Tom Wlaschiha berichtet von der Flüchtlingskrise im Libanon, unter anderem aus der Bekaa-Ebene, in der übrigens auch schon Israel und Syrien im Gefolge der PLO militärisch gekämpft und daher beinahe alle Strukturen zerstört haben. Hier sind nun Tausende von Flüchtlingen in Provisorien untergebracht. Die hierum liegenden Orte ersticken naturgemäß unter den Abfällen der Flüchtlinge, die teilweise kaum Zugang zu einer Müllabfuhr oder zu sauberem Wasser haben. Um einerseits Auseinandersetzungen zwischen den Menschen und andererseits den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern, hilft hier bereits das UNDP mit deutscher Hilfe, doch dies darf nur der Anfang sein. Weitaus mehr Hilfe und Engagement sind vonnöten: So lange der Krieg andauert, den offenbar niemand zu beenden bereit ist, werden täglich mehr Menschen ihre Heimat verlassen und an Orten wie dem Bekaa-Tal einen Schutz unter erträglichen Umständen suchen, den wir ihnen gewähren müssen.

Der BMZ bietet weitreichende Informationen über Fluchtursachen und die entsetzlichen Bedingungen, unter denen Flüchtlinge leben müssen, wenn die Weltgemeinschaft nicht oer nicht ausreichend hilft.